Corona-Regeln für Weihnachten im Überblick

Corona-Regeln für Weihnachten im Überblick

Die Corona-Pandemie verändert alles. Wer jetzt Weihnachten in Berlin verbringen möchte, als Berliner oder Berlin-Besucher, benötigt aktuelle Informationen zu den umfassenden Einschränkungen und damit Kontaktreduzierungen in allen Lebensbereichen, die ab 16. Dezember 2020 eintreten.

Mund-Nasen-Schutz

© Pexels/Anna Shvets

In der Corona-Pandemie ist ein Mund-Nasen-Schutz wichtig.

Aufgrund der hohen Infektionszahlen fährt ganz Deutschland das öffentliche Leben ab Mittwoch herunter und geht in einen bundesweiten Lockdown. Auch in Berlin gelten die Maßnahmen vorerst vom 16. Dezember bis zum Ablauf des 10. Januar, eine Verlängerung ist möglich. Alle Menschen in Berlin sind dringend dazu angehalten, physische soziale Kontakte auf das absolut notwendige Minimum zu reduzieren, Gruppenbildungen zu vermeiden und auf Reisen zu verzichten.

Welche Corona-Regeln jetzt genau an Heiligabend und den Weihnachtsfeiertagen gelten, lesen Sie im Überblick.

Kontakte

  • Das Weihnachtsfest soll nur im engsten Familienkreis gefeiert werden, d.h. man soll sich so wenig Kontakten wie möglich aussetzen.
    (Zum engsten Familienkreis zählen Lebenspartner sowie direkte Verwandte wie Geschwister, Geschwisterkinder und deren jeweilige Haushaltsangehörige)
  • "Berliner Regel": erlaubt sind maximal fünf zeitgleich anwesende Personen. Kinder bis zur Vollendung des 12. Lebensjahres werden nicht mitgezählt.
  • Ausnahmeregelung vom 24. Dezember bis zum Ablauf des 26. Dezember 2020:
    Es dürfen sich fünf Personen aus bis zu fünf Haushalten treffen, plus Kinder bis zum Alter von 14 Jahren.
    Das bedeutet, dass an diesen Tagen die Personenobergrenze von fünf Erwachsenen plus Kinder nicht gilt. Denn der einladende Haushalt gilt laut Senatskanzlei als eine Person, selbst wenn er mehr Personen umfasst.
  • Anwesenheitsdokumentation: Die Verantwortlichen bzw. Gastgeber:innen müssen eine Anwesenheitsdokumentation erstellen, welche Namen, Kontaktdaten sowie die Anwesenheitszeit und -dauer der Gäste festhält. Die Dokumentation ist im Falle möglicher Infektionen der zuständigen Behörde auf Verlangen auszuhändigen.


Grundsätzlich appelliert die Bundesregierung an die Bürger, vor den Familientreffen unbedingt eine „Schutzwoche“ einzuhalten. Kontakte sollten mindestens fünf bis sieben Tage vor Heiligabend auf ein absolutes Minimum reduziert werden.

Regeln und Empfehlungen für private Zusammenkünfte

  • Bei den erlaubten Zusammenkünften in geschlossenen Räumen gilt die Empfehlung, regelmäßig und ausgiebig zu lüften. Bei kurzen Besuchen empfiehlt es sich zudem für alle Anwesenden, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.
  • Weiterhin ist das gemeinsame Singen in geschlossen Räumen im privaten Kreis verboten. Dies ist dem verstärkten Ausstoß von Aerosolen während des Singens geschuldet.

Mund-Nasen-Schutz

  • Maskenpflicht gilt überall dort, wo der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht einzuhalten ist, wie auf Märkten oder in Warteschlangen, sowie Parkplätzen, dem unmittelbaren Umfeld von Einzelhandelsgeschäften, Dienstleistungs- und Handwerksbetrieben, sowie in Warteschlangen.
  • Außerdem: auf praktisch allen Straßen, wo es viele Geschäfte und damit Begegnungen und Kontakte gibt und daher die Mindestabstände von 1,5 Metern nicht einhalten lassen.

Shopping - Einzelhandel

  • Der Einzelhandel wird vom 16. Dezember bis - zunächst - 10. Januar geschlossen. Dazu zählen Friseure, Kosmetiksalons oder Läden für Kleidung. Aber auch Möbelgeschäfte und Baumärkte bleiben dieses Mal zu.
  • Weihnachtsmärkte , Jahrmärkte, Kunst- und Gebrauchtwarenmärkte (Flohmärkte), Spezialmärkte und Volksfeste sind verboten.
  • Offen bleiben Lebensmitteleinzelhandel, Wochenmärkte für Lebensmittel, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien und Tierbedarfsgeschäfte. Optiker, Hörgeräteakustiker, Tankstellen, Kfz-Werkstätten, Fahrradwerkstätten und Banken sowie Buchhandlungen dürfen in Berlin ebenfalls öffnen. Auch der Weihnachtsbaum-Verkauf bleibt zulässig.
  • Geschäfte dürfen zudem zwischen 23 und 6 Uhr nicht öffnen. Ausnahmen sind etwa für Apotheken oder Tankstellen geplant, letztere dürfen in der Nacht aber keinen Alkohol mehr verkaufen.
  • Kundinnen und Kunden müssen beim Einkauf Mund und Nase bedecken und den Mindestabstand einhalten. Ausgenommen davon sind Kinder unter sechs Jahre und Menschen, die aufgrund körperlicher Beeinträchtigungen keine Maske tragen können.


Informationen, wo Sie jetzt noch einkaufen können, finden Sie hier verlinkt.

Gastronomie und Alkohol

  • Restaurants, Cafés und Kneipen bleiben geschlossen.
  • Die Lieferung und Abholung mitnahmefähiger Speisen für den Verzehr zuhause durch Restaurants sowie der Betrieb von Kantinen bleiben weiter möglich. Der Verzehr vor Ort wird aber untersagt.
  • In der Zeit zwischen 23 und 06 Uhr sind der Ausschank, der Verkauf und die Abgabe von alkoholischen Getränken verboten.
  • Das Trinken alkoholischer Getränke im öffentlichen Raum ist verboten. Verstöße werden mit einem Bußgeld belegt. Damit wollen Bund und Länder vor allem die Menschenansammlungen an Glühweinständen unterbinden.

Kirchen und Gottesdienste

  • Gottesdienste in Kirchen, Synagogen und Moscheen sowie die Zusammenkünfte anderer Glaubensgemeinschaften sind nur zulässig, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern gewahrt werden kann.
  • Es gilt Maskenpflicht auch am Platz
  • Das Singen bei den Gottesdiensten ist untersagt
  • Wenn volle Besetzung erwartet wird, sollen sich die Besucher anmelden.
  • Wenn möglich, sollen Online-Gottesdienste angeboten und genutzt werden.

Reisen

Grundsätzlich soll bis zum 10. Januar auf alle nicht zwingend notwendigen Reisen verzichtet werden, verboten werden diese jedoch nicht. Quarantäne bei der Rückkehr aus ausländischen Risikogebieten ist Pflicht.

  • Touristische Übernachtungen in Hotels, anderen Beherbergungsbetrieben und Ferienwohnungen sind untersagt. Nur an Geschäftsreisende oder Gäste, deren Übernachtung aus privaten Gründen zwingend notwendig und nicht aufschiebbar ist, darf ein Zimmer vermietet werden.
  • Wer aus einem Risikogebiet nach Berlin einreist, muss zehn Tage in Quarantäne. Die Quarantäne kann frühzeitig beendet werden, wenn nach dem fünften Tag ein Corona-Test gemacht wird und der negativ ausfällt. Das zuständige Gesundheitsamt muss in jedem Fall über den Aufenthalt in einem Risikogebiet informiert werden.
  • Seit dem 08. November 2020 sind Einreisende aus ausländischen Risikogebieten bundesweit dazu verpflichtet, ihre Einreise vorab digital anzumelden.
  • Die Regelung gilt nicht im sogenannten kleinen Grenzverkehr, also für Reisende, die sich weniger als 24 Stunden in einem Risikogebiet aufgehalten haben.
    Weitere Informationen zur Einreise auf berlin.de

  • Die Deutsche Bahn hat rund 100 Sonderzüge zu Weihnachten 2020 auf den Hauptachsen unterwegs. Die Bahnstrecke Berlin – Hamburg wird halbstündlich bedient. Im Voraus sind außerdem nur noch 60 Prozent der Sitze im Fernverkehr reservierbar. Zudem wird über die Auslastung der Züge aktuell im Netz informiert. Um die Sicherheit aller Fahrgäste zu gewährleisten, werden in den Zügen verstärkt Kontrollen zur Einhaltung der Maskenpflicht durchgeführt.

Ausgangssperre

  • Eine Ausgangssperre gibt es bislang nicht in Berlin, dafür aber Ausgangsbeschränkungen: Laut Senatskanzlei sind die Menschen "angehalten", Kontakte auf ein Minimum zu reduzieren und die eigene Wohnung nur aus triftigem Grund zu verlassen. Das können Einkäufe, Behördengänge, Arztbesuche, die Pflege von Angehörigen, Gassigehen mit dem Hund oder sportliche Aktivitäten sein.

SARS-CoV-2-Infektionsschutzverordnung

Die Verordnung gilt zunächst bis zum Ablauf des 10. Januar 2021. Sie finden die komplette Verordnung unter: https://www.berlin.de/corona/massnahmen/verordnung/.
Weihnachtsbaum
© pexel

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