Konzept soll Weihnachtsmärkte in Berlin retten

Konzept soll Weihnachtsmärkte in Berlin retten

Neben Maske und Abstand berät der Berliner Senat weitere Maßnahmen, für die Berliner Weihnachtsmärkte. Am Dienstag (20. Oktober 2020) wird das Konzept veröffentlicht.

Weihnachtsmarkt Gendarmenmarkt

© www.enrico-verworner.de

Wegen der steigenden Corona-Infektionen will der Berliner Senat am Dienstag eine neue Infektionsschutzverordnung mit weiteren Einschränkungen bekannt geben. Trotz dieser Verschärfung sollen weitere Maßnahmen helfen, die Berliner Weihnachtsmärkte zu öffnen. Das wäre eine wichtiges Signal und ein Hoffnungsschimmer sowohl für die Betreiber als auch für die Besucher der Weihnachtsmärkte.

Machbarkeitsstudie für Weihnachtsmärkte

Bereits im September hat der Deutsche Schaustellerbund zusammen mit dem Deutschen Tourismusverband (DTV) eine „Machbarkeitsstudie zur Durchführung der Weihnachtsmärkte in Zeiten der Corona-Pandemie“ vorgelegt, die belegt, dass Corona-Schutz und Weihnachtsmarkterlebnis miteinander vereinbar sind.

DTV-Geschäftsführer Norbert Kunz sagt dazu: „…dass sich die Infektionsrisiken bei entsprechender Vorbereitung der Weihnachtsmärkte minimieren lassen“ und, dass Weihnachts- und Adventsmärkte zur Winterzeit dazugehören würden, Kulturgut seien und für gefüllte Innenstädte sorgen könnten, was für die aktuell angeschlagene Einzelhandels-, Gastronomie- und Städtetourismusbranche elementar wichtig sei.

Da die Weihnachts- und Adventsmärkte als Spezialmärkte und damit Freiluftveranstaltungen eingestuft werden, können sie mit den richtigen Sicherheits-, Hygiene- und Besucherlenkungsmaßnahmen durchgeführt werden. Veranstalter, Schausteller, Einzelhändler, Touristiker, Gastronomen und Kommunen hätten diese Hygienekonzepte bereits vorgelegt.

Maßnahmen zur Durchführung der Weihnachtsmärkte

Auf Basis dieser Machbarkeitsstudie haben der Berliner Senat und VisitBerlin eine Orientierungshilfe entwickelt, an die sich die Betreiber der sehr unterschiedlich gestalteten Berliner Weihnachtsmärkte und Adventsbasare halten und an die Gegebenheiten vor Ort anpassen können.

Folgende Maßnahmen sind neben der Mund- und Nasenschutzpflicht im Gespräch:

  • Vergrößerung der Flächen
  • Verlängerung der Veranstaltungszeiträume, um Besucheranstürme zu verhindern
  • verstärkte Einlass- und Zugangskontrollen mit „ortsangemessenen Personenobergrenzen“, insbesondere zu Spitzenzeiten
  • Ein privat zu organisierender Ordnungsdienst soll die Einhaltung der gut durchdachten Hygienekonzepte kontrollieren, überwachen und durchsetzen.
  • Gastronomieangebote sollen deutlich voneinander abgetrennt sein, um die Abstands- und Hygienegebote eingehalten zu können
  • Bezirke sollen auf Standgebühren verzichten – als finanziellen Ausgleich für die in der Corona-Krise finanziell schwer geschädigten Schausteller.
  • Alkoholverbot ist für die Berliner Weihnachtsmärkte nicht geplant

Entscheidungen in den Bezirken

In den Bezirken sind einige Entscheidungen getroffen worden. So will der Bezirk Steglitz-Zehlendorf nach Aussagen der B.Z. komplett auf Weihnachtsmärkte verzichten. (Anm. d. Red. 20.10.2020): wurde vom Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf nicht bestätigt). Für den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz plant der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf eine Reduzierung der Stände und eine Ausweitung der Ausstellungsfläche. Der Spandauer Weihnachtsmarkt in der Altstadt wurde abgesagt. Als Ersatz findet in der Zitadelle Spandau ein kleiner Weihnachtsmarkt statt. Für die Weihnachtsmärkte in den anderen Bezirken müssen eingereichte Hygienekonzepte eventuell noch nachgebessert werden, um die Durchführung entsprechend der Genehmigungen für die Nutzung von öffentlichem Straßenland zu ermöglichen.

Offizieller Start der Weihnachtsmärkte

Der offizielle Start der Berliner Weihnachtsmärkte und Adventsbasare ist der 23. November. Dann wollen die Betreiber ihre Türen für Besucher öffnen, sofern sich die Corona-Lage nicht weiter verschlechtert und kurzfristige Absagen erzwingt.

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Quelle: BerlinOnline/B.Z./DTV