Kloster Stift Heiligengrabe

Kloster Stift Heiligengrabe

Kloster Stift Heiligengrabe

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Das bedeutendste Nonnenkloster der Prignitz ist Brandenburgs besterhaltene Klosteranlage.

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Während viele Klöster zu Ruinen zerfielen oder ganz verschwanden, sind in Heiligengrabe die gotische Stiftskirche, die Abtei mit Kreuzgang und Heiliggrabkapelle und der barocke Damenplatz als einmaliges Zeugnis brandenburgischer Klosterarchitektur erhalten geblieben.
Sie werden bis heute für Gottesdienste, Andachten, Konzerte und vielfältige weitere Veranstaltungen genutzt.

Die Häuser des historischen Damenplatzes werden nach und nach restauriert. Schon jetzt bietet das Einkehrhaus Seminarbesucherinnen und –besuchern oder Frauen, die sich eine Auszeit nehmen möchten, eine schlichte, aber gemütliche Beherbergung. Die Dauerausstellung zur Klostergeschichte, die seit Oktober 2007 das Angebot für historisch Interessierte erweitert, gibt Auskunft über 700 Jahre Leben im Kloster Stift zum Heiligengrabe.

Im restaurierten Kreuzgang ist ein Trauzimmer für standesamtliche Eheschließungen der Gemeinde Heiligengrabe eingerichtet worden. Bereits Tradition haben die Adventskonzerte im Dezember.
Seit seiner Gründung ist das Kloster Stift ein Ort, an dem Frauen im christlichen Glauben leben und arbeiten. Die damaligen Nonnen versuchten, die
im Mittelalter stattgefundenen Pilgerwanderungen nach Heiligengrabe zu ziehen.

Um diesen Ort auch als Wallfahrtsort interessant zu machen, entstand die Legende vom heiligen Blut und dem Heiligen Grab. Das kleine Gemäuer des Heiligen
Grabes wurde 1984 in der Kapelle wiederentdeckt.

Auch heute findet man das Kloster Stift zum Heiligengabe wieder als sehenswerten Ort an den „Pilgerwegen“ für Radtouristen wie der Tour Brandenburg oder der Bischofstour. Zukünftig werden für diese Zielgruppe auch schlichte Übernachtungsmöglichkeiten angeboten.

Quelle: TMB