Birkenwerder

Birkenwerder

Winterlandschaft in Brandenburg

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Foto: ©TMB/Hirsch

Direkt bei Briese liegt Birkenwerder. Am Bahnhof stehen expressionistische Bauten aus den 1920er Jahren. Sie weisen darauf hin, dass Birkenwerder wie auch die Nachbargemeinden, begünstigt durch die Lage an der Nordbahn, schon seit hundert Jahren als Ausflugsorte gewachsen sind.

Auch Clara Zetkin, Frauenrechtlerin sowie kommunistische und letzte Alterspräsidentin des Reichstages 1932, gefiel die hiesige grüne Ruhe. Sie bewohnte von 1929 bis 1932 in der Summter Straße östlich der Bahn eine Villa. Die dort eingerichtete Clara-Zetkin-Gedenkstätte zeigt unter anderem noch einen original eingerichteten Arbeitsraum. Am Ende eines engagierten und arbeitsreichen Lebens wurde Zetkin – herzkrank und fast erblindet – hier von zwei Genossinnen gepflegt.

Auf der anderen Seite des Bahnhofs geht es hinab zum 1912 eingeweihten Rathaus. Nicht weit finden sich am alten Dorfkern abermals Bauten der 1920er Jahre: Schule und Feuerwehrgebäude, die in Etappen 1926, 1929 und 1963 entstanden. Sie stehen in Kontrast zur 1847 von August Stüler entworfenen Kirche.

Zwischen Kirche und Rathaus führt der Briesetalwanderweg auf Holzbohlen im Schilf strömungswärts. An der Havelstraße, Ecke Stolper Weg, strebt die Briese nach fünfzehn Kilometern Eigenständigkeit der Havel zu, während der Ausflügler südwärts über Buckelpisten parallel zum etwas entfernten Lauf der Havel, die hier als Kanal erscheint, die Grenze zu Hohen Neuendorf erreicht.

Weitere Touren ins Grüne

Diese Informationen entstammen dem Reiseführer Touren ins Grüne von Jodock, erschienen im Berliner Jaron Verlag.